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Brief von Univ.Prof. Dr. Norbert Thumb

 

Schon im ersten Abschnitt dieses Buches werden bereits einige für den Patienten sehr wesentlichen Probleme aufgegriffen und ausführlich besprochen, wie: Krankheitsbewältigung - Akzeptanz oder Resignation; Familien-, Ehe- und Beziehungsleben; Freizeit und Sport; Arzt-Patienten-Verhältnis. All das wird aus psychologischer Sicht mit viel Einfühlungsvermögen, aus dem wie bei Frau Loisl, persönliche reiche Erfahrung der Autoren spricht, dargestellt, wie auch der Umgang mit dem Mitleid, Bedauern und angebrachter Hilfe. Allerdings scheint bzgl. des im Kapitel Sport, wohl mit Einschränkungen, aber doch empfohlenen Krafttraining z. B. bei chronischer Polyarthritis in Fitnesscentern, eine gewisse Vorsicht geboten.

Eine der Stärken des Buches liegt in dem Eingehen und der Besprechung der sich aus dem Auftreten einer chronischen Erkrankung ergebenden, meist schwerwiegenden  psychischen Probleme und dem Umgang damit. Dem, bzgl. der Gelenkerkrankungen wahrscheinlich zunächst nur wenig informierten Patienten, bietet das Buch eine gute Übersicht und Einteilung der rheumatischen Erkrankungen, wie auch der verschiedenen diagnostischen Methoden und deren Wertigkeit, angefangen von den Blutbefunden (CRP, Rheumafaktor etc..) bis zu den neuen apperativen Verfahren wie MRT etc.. Dazu werden instruktive Bilder, allerdings leider nur in Schwarz-Weiß, gezeigt. Auch auf die Osteoporose wird kurz eingegangen.

Breiten Rahmen nimmt weiters die Therapie ein: Besprechung der verschiedenen Behandlungsformen wie z. B. Substanzen zur Basistherapie der chronischen Polyarthritis oder der "Basistherapie" bei der Arthrose. Der Patient kann hier gezielt auf eine Darstellung einzelner Substanzen (z. B. Methotrexat, Salazopyrin etc.) wie auch der neuen Biologica sowie der Sysadoa bei der Arthrose, zurückgreifen und sich informieren.

Unkonventionelle Behandlungstherapien wie z. B. Akupunktur, Homöopathie oder Phytotherapie werden ebenso wie die rheumachirurgischen Eingriffe (Synovektomie, endoprothetischer Gelenkersatz etc.) bei entzündlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen besprochen. Breiten Raum nimmt auch die physikalische Therapie, sowie das Kapitel Ernährung und Rheuma, ein. Insgesamt eine sehr umfassende Darstellung der verschiedenen Facetten der rheumatischen Erkankungen, die dem Patienten wertvolle Informationen zu dieser Erkrankungsgruppe zu liefern im Stande ist.

Hervorzuheben ist auch das subtile Eingehen auf die sich für den Patienten aus dem Auftreten einer chronischen Erkrankung ergebenden, meist schwerwiegenden psychischen Probleme und das Aufzeigen von möglichen Lösungsansätzen.



E-Mail einer Betroffenen

Liebe Frau Loisl!

Zuerst mal vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Anfrage bei der ÖRL Dann möchte ich Ihnen zu Ihrem Buch gratulieren oder besser, auch dafür Danke sagen. Es ist einfach wunderbar geschrieben! Ich hatte auch vorher schon Bücher über Rheuma, aber eben Sachbücher. Auf der Heimfahrt von Dr. Puchner mit dem Zug, hab`ich es zum ersten Mal "verschlungen". Zu Hause hab`ich es dann in den nächsten Tagen mit dem Textmarker "durchgearbeitet". Es sind so viele Sätze und Textpassagen drinnen, die nicht treffender sein könnten. Ich konnte mich so richtig damit identifizieren. Immer wieder nehme ich es zur Hand. Sie sprechen einem so richtig aus der Seele. Ob es nun Sätze sind wie: wie sollen es die Mitmenschen akzeptieren, wenn ich es selbst nicht kann? Am Beginn versucht man auch die "Vogel-Strauß-Methode", Phasen von Verzweiflung und Selbstmitleid, Aggression gegenüber anderen Mitmenschen ein so genanntes wirksames Abwehrsystem gegenüber mitleidige Blicke und Aussagen, Verständnis, Mitgefühl zu fühlen ist etwas völlig anderes, als damit zu leben zu müssen es wird einem gar nicht mehr bewusst, wie schwierig man selbst für andere wird.

Ratschläge von anderen können einen zur Verzweiflung bringen. Ich lerne damit umzugehen, das Bestmögliche drauszumachen. Das Schicksal akzeptieren, eigentlich ganze Seiten ( 16,17,19,20,.....) Besonders das Kapitel Sport ist sehr wichtig für mich. Vor 3 1/2 Jahren bin ich noch einen Halbmarathon gelaufen. Bei den Vorbereitungen zum nächsten HM kam dann plötzlich der erste Schub! Erst mal aus und vorbei! Dann bald die Diagnose RA! Kopf in den Sand und mit Schmerzen weiterlaufen! Nach einigen Tagen mit 50 mg Prednisolon fühlte ich mich wieder fit, wie vor der Erkrankung. Ich hab lange gebraucht, umzudenken. Ganz hab ich`s noch immer nicht geschafft. In "guten Zeiten" neige ich dazu, den Sport zu übertreiben und muss es dann halt wieder büssen. Es ist schwer, mit dem Partner und Freunden nicht mehr alles unternehmen zu können. Da kommen schon auch psychische Tiefs, auch wenn man eine verständnisvolle Familie und Freunde hat. Aber mein Motto lautet seit Anfang an "Mach das Beste draus". Vielleicht haben wir mal die Gelegenheit uns persönlich kennen zu lernen. Nochmals vielen Dank für dieses wundervolle Buch.

Alles Gute für die Zukunft

I. M.
 


Brief einer jungen Patientin

Liebe Daniela!

Seit Dienstag bin ich nun im Besitz Deines Buches.

Ich muss Dir gratulieren und gleichzeitig danken. Es ist kein Buch, dass man in einer Nacht auslesen kann, sondern man liest jedes Kapitel genau und nach jedem Absatz macht man sich Gedanken. Als ich es gelesen habe war ich gleichzeitig begeistert und es war auch beängstigend, da es meine ganze Gefühle, Ängste und Hoffnungen beschreibt. Es ist fast so, als hätt ich es selbst geschrieben.

Ich wusste zwar schon von Anfang an, dass ich nicht alleine mit dieser Krankheit bin (als Kind war ich jedes Jahr im Rheumalager in Villach), aber dass jeder chronisch kranke Patient die gleichen Gedanken, Ängste und Hoffnungen hat, ist einfach ein Wahnsinn. Ich dachte mir immer, diese Gedanken hab nur ich und ich dachte sehr oft, ich spinne.

 

Akzeptanz oder Resignation:

Es ist super wie du das beschreibst, da genau das auch mir schon passiert ist. Zuerst hasste ich meine Krankheit, dann ignorierte ich sie und seit zwei Jahren akzeptiere ich sie und es funktioniert viel besser. Am Anfang funktionierte die Ignoranz einfach super, aber als ich merkte, wie sich die Gelenke verformten und ich zwei OP´s hinter mir hatte, musste ich etwas ändern und das hab ich geschafft.

Zu den restlichen Themen, Medikamente, OP´s, Therapien

etc. kann ich nur sagen, dass es für einen der die Krankheit noch nicht lange hat eine super Hilfe ist. Ich selbst hab ja cP schon seit 13 Jahren und auch schon so gut wie alles ausprobiert (Schul- bzw. Alternativmedizin) und hab natürlich auch schon Op´s hinter mir. Aber wenn man das alles noch vor sich hat, dann ist Dein Buch eine sehr große Hilfe.

Ich selbst habe gelernt, wenn es mir seelisch gut geht und ich keine Probleme oder Stress habe, aus welchem Grunde auch immer, dann ist auch die cP nur halb so schlimm. Fühl ich mich selbst nicht wohl, dann sind auch die Schmerzen stärker. Aber dieser Lernprozess dauerte bei mir lange.
 
ich danke Dir nochmals und wünsche Dir einen schönen Tag

Liebe Grüße

M.



Auszug eines Forum-Beitrages

Liebe Autoren

ich finde das Buch nicht nur für Anfänger gut, sondern für alle, auch für alte Hasen, besonders die, die sich immer nur melden, wenn sie wieder mal was zu jammern haben.

Also, ich finde, es liest sich sehr gut und ist sehr verständlich, man merkt, daß es von Personen geschrieben ist, die wirklich Ahnung haben.

N.